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Litmaps: Funktionen, Datenbasis und Grenzen

Literaturnetzwerk: Literaturkarten mit laufenden Hinweisen

Funktionsweise

  • Literaturkarten (Maps) aus einem oder mehreren Ausgangsartikeln (Seed Articles): Die Karte zeigt die Ausgangsartikel und vorgeschlagene Artikel. Standardmäßig stehen neuere Artikel rechts und häufig zitierte oben, Achsen und Knotengröße lassen sich anpassen.
  • Suchlogik: Zitations- und Referenzverbindungen, zusätzlich Autoren- und Textähnlichkeit.
  • Start über DOI, PubMed-ID, arXiv-ID, Stichwort oder Autorenname oder über eine vorhandene Literaturliste (BibTeX, RIS, Zotero).
  • Monitor: Eine gespeicherte Suche wird erneut ausgeführt, bei neuen passenden Artikeln kommt eine E-Mail. Der Umfang hängt vom Tarif ab.
  • Datenbasis: über 270 Mio. Forschungsarbeiten, Metadaten aus Semantic Scholar, OpenAlex und Crossref. Litmaps wertet vor allem Metadaten und Zitationen aus, keine Volltexte.
  • Zugang: ein kostenloser Tarif mit Grenzen (20 Eingaben, 2 Maps, 100 Artikel pro Map) und ein Pro-Tarif ohne diese Grenzen, in dem auch der Zotero-Abgleich in beide Richtungen enthalten ist. Litmaps hat im Mai 2025 ResearchRabbit übernommen.
  • Bedienung: Ein Klick auf ein Paper im Graphen hebt dessen Zitationsverbindungen hervor, die Suche selbst ändert sich dadurch nicht. „More Like This“ nimmt einen passenden Treffer als weiteren Ausgangspunkt, „Refresh“ berechnet darauf aufbauend neue Empfehlungen. „Add to Litmap“ speichert eine Arbeit auf der Karte, „Tag“ ordnet sie einer eigenen Sammlung zu.
  • Von jeder Arbeit lassen sich Referenzen (rückwärts) und Zitationen (vorwärts) durchsuchen. Alternativ zur Suche über Zitationsverbindungen gibt es „Similar Text“, das ähnliche Titel und Abstracts sucht.

Stärken

  • Die Karte lässt sich nach der eigenen Frage ordnen (Achsen, Gruppen, Farben) und bleibt als dauerhafte Literatursammlung nutzbar.
  • Monitor macht aus der einmaligen Suche eine laufende: Neue passende Artikel kommen automatisch.
  • Gut für die Arbeit mit einer vorhandenen Literaturliste: Import aus Zotero, BibTeX oder RIS.

Grenzen

  • Die Qualität der Vorschläge hängt von den Ausgangsartikeln ab. Mehrere, unterschiedliche und verlässliche Ausgangsartikel liefern bessere Karten.
  • Es werden Metadaten und Zitationen ausgewertet, keine Volltexte. Bücher und deutschsprachige Literatur sind unterrepräsentiert (Kapitel 19).
  • Wichtige Funktionen wie konfigurierbare Monitor-Hinweise, der Zotero-Abgleich und unbegrenzte Maps setzen den Pro-Tarif voraus.

Dazu kommen die Grenzen, die für alle KI-Tools gelten.

Links

Beiträge im Blog zu Litmaps

Weitere Steckbriefe

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