Ziele und Ausgangslage: Wie KI die Recherche verändert
- Vorbemerkungen
- Was sind die Ziele dieser Veranstaltung?
- Wie verändert KI die (wissenschaftliche) Recherche?
Lernen und Material › Recherche mit KI
Wie KI die wissenschaftliche Recherche verändert, wie aus einer Forschungsfrage ein präziser Prompt wird und was Allzweck-KI, Fachdatenbanken mit KI-Assistent und spezialisierte Recherchetools leisten. Fachübergreifend, mit Beispielen.
Eckige Klammern sind Platzhalter. Ergebnisse immer prüfen.
Mit Evidenzmatrix und Trennung von gemessenen Effekten, wahrgenommenen Effekten und Einstellungen.
Recherchiere empirische Literatur (2024 - 2026) zu Deskilling, Downskilling und Cognitive Offloading durch KI im Schul- und Hochschulbereich. Prüfe in diesem Kontext auch Veränderungen von Schreib-, Recherche-, Problemlöse-, Metakognitions- und Critical-Thinking-Kompetenzen. Priorisiere europäische Studien, besonders aus dem DACH-Raum und ergänze sie um internationale Evidenz. Erfasse quantitative, qualitative und Mixed-Methods-Studien sowie relevante Reports, Metanalysen und systematische Literature Reviews. Erstelle eine Evidenzmatrix mit Studiendesign, Stichprobe, Ergebnissen, Evidenzstärke und Limitationen. Trenne konsequent zwischen gemessenen Kompetenzveränderungen, wahrgenommenen Effekten und bloßen Einstellungen gegenüber KI. Identifiziere Forschungslücken und leite Implikationen für Hochschulen ab.
Nur thematische Beschreibung, ohne Formatierungswünsche und Arbeitsanweisungen.
Deskilling, Kompetenzverlust und kognitive Auslagerung durch generative KI bei Schülerinnen, Schülern und Studierenden. Auswirkungen auf Schreiben, Recherche, Problemlösen, Metakognition und kritisches Denken.
Die Inhalte, gegliedert in Kapitel, mit Abbildungen. Ein Klick auf ein Bild öffnet, wo vorhanden, die Quelle.
Quelle der Abbildung: thelancet.com, arxiv.org
Quelle der Abbildung: bibfox.com, github.com

| Mögliche Dimension | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Gegenstand | Was genau wird untersucht? | Nutzung generativer KI im Studium |
| Zielgruppe | Wer wird untersucht? | Studierende |
| Kompetenzbereich | Welche Fähigkeiten interessieren? | Schreiben, Problemlösen, Recherche … |
| Art der KI-Nutzung | Wofür wird KI eingesetzt? | Textproduktion, Datenanalyse, Visuals… |
| Wirkmechanismus | Wie kann KI Kompetenz beeinflussen? | Cognitive Offloading, Automatisierung etc. |
| Zielgröße | Was soll beobachtet werden? | Prüfungsergebnisse, Lernerfolg usw. |
| Evidenztyp | Welche Belege zählen? | Experimente, Längsschnittstudien etc. |
| Geltungsbereich | Unter welchen Bedingungen gelten die Ergebnisse? | Fach, Aufgabenart, Nutzungsintensität… |
| Alternativerklärungen | Was muss zusätzlich geprüft werden? | Skill Shifting, Kompetenzgewinn usw. |
| Bestandteil des Prompts | Warum steht das darin? |
|---|---|
| „empirische Literatur“ | Verhindert, dass theoretische oder konzeptuelle Arbeiten dieselbe Bedeutung bekommen wie empirische Studien. |
| „2024 - 2026“ | Grenzt Forschungsfeld zeitlich ein. |
| „Deskilling, Downskilling und Cognitive Offloading“ | Verwandte Konstrukte öffnen verschiedene wissenschaftl. Diskurse. Würde nur „Deskilling“ gesucht, könnte relevante Literatur über Cognitive Offloading fehlen. |
| „Schul- und Hochschulbereich“ | Definiert den Anwendungskontext. |
| Bestandteil des Prompts | Warum steht das darin? |
|---|---|
| Schreiben, Recherche, Problemlösen, Metakognition, Critical Thinking | Operationalisiert These „KI macht uns weniger kompetent“ in messbare bzw. beobachtbare Kompetenzdimensionen. |
| Europa / DACH und internationale Evidenz | Verbindet Kontextnähe mit größerer Evidenzbasis. Nur DACH wäre evtl. zu wenig, nur internationale Literatur evtl. schlecht auf deutsche Hochschulen übertragbar. |
| quantitativ, qualitativ, Mixed Methods, Reviews usw. | Verhindert methodische Monokultur, erlaubt Triangulation. |
| Evidenzmatrix | Bringt KI-System weg von rein narrativer Zusammenfassung hin zu einem strukturierten Vergleich der Studien. |
| Bestandteil des Prompts | Warum steht das darin? |
|---|---|
| Studiendesign, Stichprobe, Evidenzstärke, Limitationen | Ergebnisse werden nicht nur gesammelt, sondern hinsichtlich ihrer Aussagekraft bewertet. |
| gemessene Veränderungen vs. wahrgenommene Effekte vs. Einstellungen | Bei KI basieren viele Daten auf Umfragen und Selbsteinschätzungen, aber wenig auf echten Kompetenz-Messungen – das verhindert, dass das vermischt wird |
| Forschungslücken und Hochschulimplikationen | Führt von „Was wissen wir?“ zu „Was wissen wir noch nicht?“ und leitet Konsequenzen für Hochschulen. Ab |








| Bereich | Reguläres Claude (Chat) | Claude Science (App) |
|---|---|---|
| Wer bringt welche Skills mit? | Nur Ihre Skills. Das System ist leer. Es weiß nur das, was Sie ihm im Chat als Text-Anweisung (Prompt) beibringen. | Beide zusammen (das Optimum). Claude Science bringt über 60 wissenschaftliche Fach-Skills mit (z. B. für Biologie, Chemie, Tabellen-Analyse) und bettet Ihre eigenen Skills nahtlos ein. |
| Wie werden Ihre Skills verarbeitet? | Als Text-Vorgabe. Claude liest Ihre Regeln (z. B. „Prüfe die Statistik nach Methode X“) und versucht, sich beim Schreiben im Chat daran zu halten. | Als echtes Werkzeug. Claude Science liest Ihre Regeln und schreibt ein Computer-Programm (z. B. in Python), um Ihre Methode mathematisch exakt auszuführen. |
| Merkfähigkeit Ihrer Skills | Flüchtig. Je länger der Chat und je mehr PDFs Sie hochladen, desto eher „vergisst“ Claude Ihre Skills oder weicht von den Regeln ab. | Dauerhaft gespeichert. Ihre Skills werden als feste Werkzeuge in der Workbench hinterlegt und bleiben über die gesamte Recherche hinweg stabil. |
| Weiterentwicklung Ihrer Skills | Manuell. Wenn Sie Ihre Arbeitsweise verbessern wollen, müssen Sie Ihren Text-Prompt jedes Mal selbst umschreiben und neu hineinkopieren. | Automatisch lernend. Wenn Sie einen erfolgreichen Recherche-Weg finden, kann Claude Science daraus selbstständig einen neuen, dauerhaften Skill erstellen und für die nächste Arbeit abspeichern. |
| Ebene | Beschreibung |
|---|---|
| Datenbank- und Organisationslogik | Bibliografische Abstract- und Zitationsdatenbank mit 100 Mio. Dokumenten und 2,5 Milliarden Zitationen aus 28.000 Peer-Review-Journalen, jedes Dokument hat bis zu180 Datenpunkte |
| Suchlogik | Klassisches Information-Retrieval über Schlagwörter, Boolesche Operatoren, Filter, Zitationssuche und kontrollierte Metadaten |
| Zitationslogik | Publikationen werden über Zitationsnetzwerke verknüpft |
| Netzwerklogik | Autoren, Institutionen, Journale und Themen werden verbunden |
| Rankinglogik | Ergebnisse nach Relevanz, Zitierungen, Aktualität usw. gewichtet |
| Grenze | Erklärung |
|---|---|
| Keine vollständige Abdeckung | Scopus ist nur eine Datenbank unter vielen, wenngleich eine große |
| Kaum Bücher und Monografien | Fokus liegt stark auf wissenschaftlichen Journalartikeln |
| Englischsprachige Forschung dominiert | deutschsprachige und regionale Literatur wenig vertreten |
| Graue Literatur kaum sichtbar | z.B. Reports, Abschlussarbeiten oder viele Repositorien fehlen |
| Meist keine Volltexte bzw. „nur“ über externe Links zugänglich | Scopus enthält v.a. Metadaten, Abstracts usw. |
| Komplexe Suchlogik | gute Ergebnisse erfordern auch bei KI präzise Suchbegriffe und Prompts |
| Gefahr enger Rechercheblasen | starke Orientierung an Schlagwörtern und Zitierungsnetzwerken |




| Boolesche Suche | Semantische Suche |
|---|---|
| Liefert auf Grundlage festgelegter Suchbegriffe eine größere Ergebnismenge. | Liefert die 50 Publikationen, die inhaltlich bzw. semantisch am ähnlichsten sind. |
| Unterstützt Filtern und Facettieren der Ergebnisse durch Jahr, Publikationstyp, Thema usw. | Noch kein Filtern / Facettieren möglich. |
| Bietet mehr Kontrolle und Reproduzierbarkeit. | Ermöglicht die Entdeckung relevanter Inhalte unabhängig von exakter Wortwahl. |
| Eignet sich für gezielte und strukturierte Suchanfragen. | Eignet sich für die explorative Suche und das Auffinden relevanter Fachbegriffe. |
| Kann alternative Formulierungen u. Synonyme übersehen. | Kann konzeptionell verwandte, aber weniger relevante Publikationen zurückgeben. |











| Funktionalität | Erklärung |
|---|---|
| Overlay-Logik | arXiv u.a. Datenlieferanten als Basis, alphaXiv legt KI darüber |
| RAG-Ansatz + agentische, mehrstufige Retrieval-Prozesse | Agenten nutzen Keyword Suche, Vector Suche, Abstract- und Page-Reading-Tools, um mit arXiv-Korpus u.a. Datenquellen zu arbeiten und daraus über LLM die Antworten zu synthetisieren |
| KI-Assistenz | Nutzer können mit Papers interagieren |
| Metadaten | Titel, Autoren, Datum, Kategorien |
| Upload | Eigene Dokumente können hochgeladen und mit Recherchen und KI-Analysen verbunden werden |
| Empfehlungslogik | ähnliche oder populäre Paper werden sichtbar gemacht |
| Stärke | Relevanz |
|---|---|
| sehr guter Zugriff auf arXiv-Paper u.a. Datenlieferanten | stark im MINT-Bereich, andere Fächer uneinheitlich |
| niedrige Einstiegshürde | Paper können erklärt, zusammengefasst, befragt und eigene Notizen hinzugefügt werden |
| arXiv Paper können in alphaXiv geöffnet und so alle KI-Funktionen genutzt werden | in URLs einfach „arxiv“ durch „alphaxiv“ ersetzen, z.B. https://arxiv.org/abs/2607.29610 https://alphaxiv.org/abs/2607.29610 |
| Paper-Chat und Übersetzungen | Textstellen, Methoden, Formeln und Abschnitte markieren und von KI erklären oder übersetzen lassen |
| Umwandlung von Studien | Paper können in Blogbeiträge umgewandelt werden |
| Upload „externer“ Paper | Paper können in Chat geladen und befragt werden |
| Schwäche | Erklärung |
|---|---|
| fachlicher Bias | fachliche und thematische Abdeckung uneinheitlich |
| Preprint-“Problem“ | Paper sind (noch) nicht peer-reviewed, aber Preprints sind valider als ihre Reputation mitunter suggeriert (Link) |
| keine vollständige Forschungssuche | beschränkt auf arXiv bzw. angebundene Plattformen, nicht auf gesamte Wissenschaft (gilt für alle KI-Tools und Suchtplattformen) |
Tools in dieser Übersicht:











Quelle der Abbildung: asta.allen.ai
| Schritt | Was passiert? |
|---|---|
| 1. Anfrage | Nutzer stellt eine (komplexe) Forschungsfrage in natürlicher Sprache |
| 2. Zerlegung | System interpretiert Intention, Kriterien und Teilaspekte |
| 3. Retrieval | Kandidaten-Paper werden aus dem wissenschaftl. Korpus gesucht |
| 4. Reranking | Treffer werden nach Relevanz für die konkrete Frage neu gewichtet |
| 5. Evidenzextraktion | Passagen / Belege werden aus Daten der Studien herangezogen |
| 6. Synthese | LLM erzeugt Antwort, Trefferliste oder Bericht |
| 7. Quellenbindung | Aussagen werden mit Inline-Zitationen + Evidence Cards verknüpft |
| Stärke | Relevanz |
|---|---|
| Tiefe Retrieval-Pipeline | Asta kombiniert Retrieval, Re-Ranking, Zitationslogik und Evidenzextraktion. |
| Abstract + Volltext-Korpus | Im Unterschied zu vielen Tools arbeitet Asta nicht nur mit Abstracts, sondern auch mit einem großen Volltextindex von ca. 12 Mio Papers |
| Evidence Cards | Zitationen sind nicht nur Literaturangaben; Nutzer können über „Show Evidence“ unterstützende Evidenzpassagen aufrufen. |
| Paper Finder erklärt Relevanz | Es zeigt nicht nur Treffer, sondern begründet, warum ein Paper zur Frage passt. Das ist bei schwierigen oder interdisziplinären Themen stark. |
| ScholarQA erzeugt strukturierte Reports | Antworten sind in Abschnitte mit TL;DR und Inline-Zitationen gegliedert, damit besser überprüfbar als freie Chat-Antworten |
| Fächerbreite | Asta deckt alle Fächer ab, wenn auch – wie alle KI-Systeme – ungleichmäßig (siehe Folie zu den Biases oben) |
| Schwäche | Erklärung |
|---|---|
| Passage-Level-Retrieval fragmentiert Papers | Evidenz wird aus einzelnen Snippets statt aus vollständigen Argumentationszusammenhängen extrahiert |
| Auswahl max. 256 Passagen | KI arbeitet mit stark vorselektierter Evidenzmeng es bleibt ggf. viel Literatur unberücksichtigt |
| Neural Re-ranking erzeugt verdeckte Evidenzhierarchien | Modell entscheidet aktiv, welche Passagen als „wichtiger“ gelten |
| semantic similarity bevorzugt sprachlich ähnliche Papers | methodisch relevante, aber anders formulierte Arbeiten fehlen evtl. |
| Schwäche | Erklärung |
|---|---|
| Citation Traversal verstärkt existierende Sichtbarkeit | häufig zitierte Forschungsrichtungen werden bevorzugt |
| Evidence Cards zeigen nur extrahierte Evidenzsegmente | Nutzer sehen oft nicht vollständigen methodischen / argumentativen Kontext |
| Volltext-Retrieval abhängig von parsebaren Dokumenten | Informationsverlust durch schlecht strukturierte PDFs oder komplexe Layouts |
| starke Infrastrukturabhängigkeit | Retrievalqualität abhängig von: Embeddings Parsing (Maschinenlesbarkeit) Chunking (Aufteilung des Papers in Abschnitte internen Retrieval-Agenten (Suchstrategien, Re-Ranking usw.) |

| Funktion | Primärer Zweck | Geeignet für |
|---|---|---|
| Search | schnelle, quellenverknüpfte Recherche | Einsteiger |
| Deep Research | breitere, mehrstufige Untersuchung | fortgeschrittene Nutzer |
| Spaces / Projects | dauerhafte Anweisungen, Prompts, Dateien, Skills und Projektkontext | wiederkehrende Recherche |
| Computer + Skills | komplexe, wiederverwendbare Workflows | Power-User |
| Einstellung | Primäre Suchgrundlage | Typisches Ergebnis und Quellen |
|---|---|---|
| Search | Suche im offenen Web | schnelle Antworten aus wissenschaftlichen, offiziellen, kommerziellen u.a. Web-Quellen |
| Deep Research | mehrstufige Untersuchung über mehrere Quellen, inkl. Vergleich & Synthese | längere, strukturiertere Berichte basierend auf einem breiteren Such- und Analyseprozess |
| Personalised Space | Suche mit dauerhaften Anweisungen, hochgelad. Dateien, ausgewählten Quellen und Projektkontext | Ergebnisse geprägt durch gespeicherte Rechercheregeln, Materialien und vorherigen Kontext |


27 Fragen zum Thema. Bei falschen Antworten führt ein Link zur passenden Stelle. Ihr Ergebnis wird nicht gespeichert.
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Ich passe Inhalt, Beispiele und Tiefe an Fach und Vorwissen an.